Vortrag 19. März 2020: Dr. Detlef Jantzen, Krieg und Gewalt vor 3300 Jahren

Donnerstag 19. März 2020, 18:15 Uhr

Dr. Detlef Jantzen (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, Schwerin)

 Krieg und Gewalt vor 3.300 Jahren

Das bronzezeitliche Schlachtfeld im Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21, 53113 Bonn

Im Tal des Flüsschens Tollense (Mecklenburg-Vorpommern) wurden die Überreste von mindestens einhundertdreißig Menschen und fünf Pferden aus der Zeit um 1250 v. Chr. entdeckt. Die Verletzungen an den Menschenknochen zeugen von einem tödlichen Kampf, der mit Pfeil und Bogen, mit Stichwaffen und mit Holzkeulen ausgetragen wurde. Die Größenordnung des Konfliktes erinnert an Kriege, die in den antiken Schrift- und Bildquellen des Mittelmeerraumes beschrieben werden.

Vortrag 17.1.2019, 18.15: Dr. Barbara Dimde (Hamburg), Die Gladiatur in Germania Superior und Germania Inferior und ihre Verbindung zum römischen Militär

Donnerstag 17. Januar 2019, 18:15 Uhr

Dr. Barbara Dimde (Universität Hamburg)

Die Gladiatur in Germania Superior und Germania Inferior und ihre Verbindung zum römischen Militär

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

In der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts brachten Legionäre aus dem fernen Rom ein Kulturgut nach Germanien, das dort bislang völlig unbekannt war: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars der Arenen viele Spuren. Der Vortrag folgt diesen Fährten und führt die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur vor Augen, die im römischen Germanien in besonderer Weise fassbar wird.

Vortrag 15.11.2018, 18:15 Uhr: Thomas Martin (Saarbrücken), Alte Funde neu entdeckt. Der Industrielle Eugen von Boch und seine Kollektion antiker Vasen

Donnerstag 15. November 2018, 18:15 Uhr

Dipl.-Kult. Thomas Martin (Berlin und Saarbrücken)

Alte Funde neu entdeckt. Der Industrielle Eugen von Boch und seine Kollektion antiker Vasen

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

Eugen von Boch (1809–1898), der Generaldirektor von Villeroy & Boch, stellte mit enzyklopädischem Anspruch eine universelle Privatsammlung der Keramik aller Kulturkreise und Epochen zusammen. Als dilettierender Archäologe stand er in freundschaftlichem Kontakt zum Vorsitzenden des Vereins der Altertumsfreunde im Rheinlande, Ernst aus‘m Weerth, und schenkte Funde aus dem Fürstengrab Weiskirchen II und aus Wallerfangen nach Bonn, so dass sie ins damalige Provinzialmuseum gelangten.

Klassisch-antike Objekte waren für ihn besonders reizvoll. Seine Kollektion war kriegsbedingt zeitweilig ins Zweigwerk Dresden verlegt, kam aber rechtzeitig wieder an die Saar zurück und geriet in der Nachkriegszeit im Dachstuhl des Konzernhauptsitzes in Vergessenheit. Ein Teil davon wurde 2016 nach über siebzig Jahren wieder in einer Ausstellung in Saarbrücken gezeigt.