Vortrag 17.1.2019, 18.15: Dr. Barbara Dimde (Hamburg), Die Gladiatur in Germania Superior und Germania Inferior und ihre Verbindung zum römischen Militär

Donnerstag 17. Januar 2019, 18:15 Uhr

Dr. Barbara Dimde (Universität Hamburg)

Die Gladiatur in Germania Superior und Germania Inferior und ihre Verbindung zum römischen Militär

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

In der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts brachten Legionäre aus dem fernen Rom ein Kulturgut nach Germanien, das dort bislang völlig unbekannt war: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars der Arenen viele Spuren. Der Vortrag folgt diesen Fährten und führt die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur vor Augen, die im römischen Germanien in besonderer Weise fassbar wird.

Vortrag 20.9.2018, 18 Uhr, Dr. Anita Rieche (Köln) – Römisch genug für das Publikum

Donnerstag 20. September 2018, 18 Uhr 

Dr. Anita Rieche (Köln)
»Römisch genug für das Publikum«
Statuen in Rekonstruktionen und Ausgrabungsstätten

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

Im Rahmen moderner architektonischer Inszenierungen und Rekonstruktionen der Antike werden zur Erläuterung oder Verschönerung Statuen aufgestellt. Häufig kommen sie den Betrachtenden bekannt vor, denn sie stammen nicht aus dem lokalen Bestand: Sie wiederholen klassische Figuren und dieselben Stücke sind manchmal an mehreren Orten verwendet. Nur in Ausnahmefällen wird versucht, eine Skulpturenausstattung nach denselben Kriterien zu schaffen wie die Rekonstruktion selbst. Woher stammen die Vorbilder, wie ist ihre Verbindung zum Aufstellungsort und welche Vorstellung von der antiken Geschichte vermitteln sie?

Vortrag 21.6.2018, 18 Uhr, Prof. Dr. Marietta Horster (Mainz) – Augustus? Erinnerung an Augustus auf stadtrömischen Münzen der Kaiserzeit

Donnerstag 21. Juni 2018, 18 Uhr

Prof. Dr. Marietta Horster (Mainz)
Augustus? Erinnerung an Augustus auf stadtrömischen Münzen der Kaiserzeit
Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21

Die moderne Forschung hat einige deutliche und noch mehr versteckte Hinweise auf Augustus in der späteren kaiserzeitlichen Münzprägung entdeckt: Mal ist es Actium, mal bspw. die restituierte Res publica, die den Referenzrahmen für die stadtrömischen Münzen späterer Kaiser bildeten. Die Nachfolger stellten sich so in die Tradition des ersten Prinzeps und Neugestalters des Imperium Romanum. Aber konnte eine solche Wirkmacht der Bilder und Texte auf Münzen funktionieren? Welche Botschaften wurden „ausgesandt“ und wer konnte sie „lesen“?