Vortrag 16.04.2026, 18:15 Uhr, Dr. des. Anna Klara Falke – Römische Brücken im Vorderen Orient

Donnerstag, den 16. April 2026, 18:15 Uhr

Hörsaal der Klassischen Archäologie, AVZ III, Römerstraße 164, Bonn

Dr. des. Anna Klara Falke, LVR-Landesmuseum Bonn

Römische Brücken im Vorderen Orient

Für die Infrastruktur in römischer Zeit bildeten Brücken eine wichtige Grundlage, um natürliche Hindernisse zu überwinden. Steinerne Brücken mit Rundbögen sind auch heutzutage noch vielerorts sichtbar. Diese Bautechnik verbreitete sich in den römischen Provinzen, so auch im Vorderen Orient. Dort sind es vor allem Wadis, die nicht ganzjährig Wasser führen, die überspannt werden mussten. Dementsprechend wurde der Brückenbau in der Region angepasst und weist einige Besonderheiten auf. Besonders gut nachvollziehen lässt sich dies an der Nordost-Brücke in Bet She’an im heutigen Israel, die innerstädtisch errichtet wurde und schräggestellte Pfeiler besitzt. Im Vortrag wird diese Brücke im Kontext des römischen Brückenbaus in der Region vorgestellt.


Nordost-Brücke in Bet She’an (Israel)
Copyright: Anna Klara Falke

Vortrag 30.10.2025, 18:15 Uhr, PD Dr. Christoph Michels – Marc Aurel in seinen Briefen

Donnerstag, den 30. Oktober 2025, 18:15 Uhr

Vortragssaal des LVR-LandesMuseums Bonn, Colmantstraße 14–16

PD Dr. Christoph Michels (Münster)

Marc Aurel in seinen Briefen

Vom ‚Prinzen‘ zum Kaiser

Der „Philosophenkaiser“ Marc Aurel sticht unter den römischen Principes auch deswegen hervor, da zu ihm gleich zwei einzigartige Quellen vorliegen: seine Selbstbetrachtungen und die Briefe, die Marcus mit seinem Rhetoriklehrer M. Cornelius Fronto zunächst als Schüler und ‚Prinz‘, dann als Herrscher austauschte. Beide Quellen ermöglichen auf den ersten Blick einen überaus ‚privaten‘ Zugriff auf die Person des Kaisers. Wie sein ‚philosophisches Tagebuch‘, muss jedoch auch seine über ein Vierteljahrhundert reichende Korrespondenz genau interpretiert werden, um belastbare Aussagen für die Entwicklung des Kaisers gewinnen zu können.

ENTFÄLLT – Vortrag 10.07.2025, 18:15 Uhr, Dr. Viktoria Räuchle – Chain My Heart! Der gefesselte Eros in der griechisch-römischen Bilderwelt und Literatur

Der Vortrag muss leider wegen Krankheit ausfallen.

Donnerstag, den 10. Juli 2025, 18:15 Uhr

Hörsaal der Klassischen Archäologie, AVZ III, Römerstraße 164, Bonn

Dr. Viktoria Räuchle, Universität München

Chain My Heart!

Der gefesselte Eros in der griechisch-römischen Bilderwelt und Literatur

Das Motiv des gefesselten und damit für das Quälen der unglücklich Verliebten bestraften Liebesgottes kennt die hellenistische und kaiserzeitliche Bilderwelt und Literatur in verschiedensten Gattungen und Zusammenhängen. In dieser Figur verdichten sich Bedeutungen auf unterschiedlichen Ebenen zu einem Panoptikum des Begehrens, das sich aus universalen Aspekten affektiver Erfahrung speist und dabei zugleich in hohem Maße von kulturspezifischen Liebeskonzepten sowie literarischen und visuellen Traditionen geprägt ist. Dieses Motiv bietet Möglichkeiten einer Erörterung über das Wesen der Liebe zwischen göttlicher Macht und Affekt, über die Fesseln der Leidenschaften und die Ketten der Vernunft, über universale und zeitgebundene Aspekte des Begehrens und über die Verstrickungen konkreter und metaphorischer Bedeutungen in der antiken Bildsprache.

Der gefesselte Eros. Marmorstatue. Hannover, Sammlung Wallmoden
Mit Genehmigung S.k.H. des Prinzen von Hannover, Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg. Photo Stephan Eckardt, Göttingen