Vorträge 2019

Donnerstag 18. Juli 2019, 18:15 Uhr

Dr. Dirk Schmitz, (Römisch-Germanisches Museum, Köln)

Eine römische Bibliothek und andere Überraschungen. Ausgrabungen im Antoniterquartier in Köln

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21, 53113 Bonn

 

Donnerstag 27. Juni 2019, 18:15 Uhr

Prof. Dr. Heinrich Schlange-Schöningen (Universität des Saarlandes, Saarbrücken)

Galen von Pergamon und Mark Aurel

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21, 53113 Bonn

Galen kam nach langen Studienjahren und ersten ärztlichen Erfahrungen in Pergamon um 160 n. Chr. nach Rom, wo er aufsehenerregende Behandlungserfolge erzielte und Zugang zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft gewann. Er stand Rom und der römischen Herrschaft kritisch gegenüber, aber an Kontakten zur Senatsaristokratie und zum Kaiserhaus war ihm sehr gelegen. Seine gut überlieferte Schriften gewähren zahlreiche Einblicke in das Leben der Senatoren und Kaiser. Er stand sogar im persönlichen Austausch mit dem „Philosophenkaiser“ Mark Aurel, der Galen als den „einzigen Philosophen“ bezeichnet haben soll. Wie spielte sich das Zusammentreffen zwischen Kaiser und Arzt ab? Welche Aufschlüsse gibt Galen über die gesellschaftlichen und politischen Strukturen seiner Zeit?

 

Donnerstag 23. Mai 2019, 18:15 Uhr

Dr. Alexandra Busch (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)

Die Castra Albana. Das Legionslager vor den Toren Roms

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

Beschreibung folgt.

 

Donnerstag 25. April 2019, 18:15 Uhr

Prof. Patric-Alexander Kreuz (Christian-Albrechts-Universität Kiel)

Vielfalt im Verborgenen. Annäherungen an römische Stadtbilder Norditaliens

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21, 53113 Bonn

Der Beginn römischer Herrschaft bedeutete für Norditalien eine Epoche intensiver Urbanisierung. Koloniegründungen, indigene Zentren und kleinere Siedlungen entwickelten sich in den Folgejahrhunderten dynamisch und sind aus zahlreichen, wenn auch nur ausschnitthaften Befunden vergleichsweise gut bekannt. Das Erscheinungsbild dieser Städte ist dagegen eine bislang unterthematisierte Kategorie ihrer archäologischen Bewertung. Der Vortrag möchte eine Annäherung an noch greifbaren Facetten dieser Kategorie römischer Urbanistik unternehmen.

 

Donnerstag 21. März 2019, 18:15 Uhr

Prof. David Engels (Freie Universität Brüssel)

Hellenisierung, Sinisierung, Arabisierung. Überlegungen zu historischen Assimilationsphänomenen

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

Der Begriff „Hellenismus“,  einst ein zentraler Fachausdruck zum Verständnis der Antike, ist heute fragwürdig geworden. Viele wollen mit Klaus Bringmann nur noch von „Hellenismen“ sprechen. Doch müssen wir deshalb gleich das gesamte Modell der Hellenisierung verwerfen? Müssen wir dieses umfassende und anschauliche historische Leitbild opfern, so dass uns ganze Epochen bloß noch aus Einzelfällen zu bestehen scheinen? Der Vortragende antwortet mit nein und verweist auf die Fruchtbarkeit der komparatistischen Methode: Der Blick auf andere Kulturräume wie etwa China oder die arabische Welt ermöglicht es, gerade im Detail das Charakteristische und im scheinbar Offensichtlichen das Zufällige zu erkennen, um den Blick für allgemeinere historische Muster zu schärfen.

 

Donnerstag 14. Februar 2019, 18:15 Uhr

Dr. Wolfgang Haak (Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, Jena)

Die genetische Herkunft der Europäer. Migration in der Vorgeschichte

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

War der Übergang von Wildbeutergesellschaften zu frühen Ackerbauern am Beginn der europäischen Jungsteinzeit primär mit Weitergabe innovativer Technik und Handel mit domestizierten Pflanzen und Tiere verbunden oder war hierfür eine Einwanderung aus dem Nahen Osten ausschlaggebend? Am Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte werden zur Beantwortung solcher Fragen über zweitausend prähistorische Skelette genom-weit untersucht. Hierbei fanden sich Hinweise auf zwei massive Wanderungsbewegungen, welche die Grundlagen im Erbgut aller heutigen Westeurasier gelegt haben.

 

Donnerstag 17. Januar 2019, 18:15 Uhr

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21,
53113 Bonn

Dr. Barbara Dimde (Universität Hamburg)

Die Gladiatur in Germania Superior und Germania Inferior und ihre Verbindung zum römischen Militär

In der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts brachten Legionäre aus dem fernen Rom ein Kulturgut nach Germanien, das dort bislang völlig unbekannt war: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars der Arenen viele Spuren. Der Vortrag folgt diesen Fährten und führt die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur vor Augen, die im römischen Germanien in besonderer Weise fassbar wird.