Verein von Altertumsfreunden im Rheinlande
 
Vorträge


Donnerstag, 27. April 2017, 18 Uhr c.t.

Martin Guggisberg (Universität Basel)

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21

Kontakt, Austausch, Abwehr: Einheimische und Griechen im Spiegel der eisenzeitlichen Nekropole von Francavilla Marittima bei Sybaris, Kalabrien

Die am Golf von Tarent gelegene eisenzeitliche Siedlung von Francavilla Marittima spielt als Etappenort und Anlaufstelle von Seefahrern, Händlern und Siedlern seit dem Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. eine wichtige Rolle im Rahmen der griechischen und phönizischen Expansion in den westlichen Mittelmeerraum. Anhand des reichen Fundmaterials aus der Siedlung, einem Heiligtum auf der Akropolis und der Nekropole lässt sich der Prozess der kulturellen Interaktion zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Migranten aus der östlichen Mittelmeerwelt exemplarisch beleuchten, der mit der Gründung der benachbarten Kolonie Sybaris um 720 v. Chr. eine jähe Zäsur erfuhr. Ausgrabungen der Universität Basel in der Nekropole zeugen von der Vielfalt der individuellen Reaktion auf die Begegnung mit dem Fremden, die von traditionsbetonter Resistenz bis zur zukunftgerichteten Aneignung neuer kultureller Lebensformen reicht.


 

Donnerstag, 11. Mai 2017, 18 Uhr c. t. 

Dr. Fraser Hunter (Edinburgh, National Museums Scotland)  

Vortragssaal des LVR-Landesmuseums Bonn, Colmantstr. 14-16

The Iron Age Carnyx. A Celtic Musical Journey from Bonn to India

Recent research has revealed that a nineteenth-century find from Abentheuer (Kr. Birkenfeld), now in the LVR-Landesmuseum Bonn, is a very rare fragment of a carnyx, an Iron Age animal-headed bronze horn. Carnyces were once widespread across Celtic Europe, and were feared by the Roman legions who faced them in battle, but only twenty fragments now survive. This talk will travel from Scotland to India to find out about this remarkable Iron Age instrument.


 

Donnerstag, 22. Juni 2017, 18 Uhr c. t. 

Dr. Ulrich Mania (DAI Istanbul)

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21

Antike Gymnasien als Räume eines kollektiven Gedächtnisses

Städte stellen mit ihrer Vielzahl von Gebäuden und ihrer jeweiligen Topographie ein komplexes Zeichensystem dar, das vom jeweiligen Betrachter entsprechend seines Erfahrungs-, Wissens- und Zeithorizonts ganz unterschiedlich wahrgenommen wurde. Für die Interpretation und Deutung antiker Architektur ergeben sich daraus erhebliche Konsequenzen, denn es geht nicht allein darum, die mit der Errichtung von Bauten intendierten Botschaften zu entschlüsseln, sondern auch der Frage nachzugehen, wie die Bauwerke und ihre Ausstattung von den Zeitgenossen und späteren Rezipienten wahrgenommen wurden. Ein Modell, das für die Beantwortung solcher Fragen hilfreich eingesetzt werden kann, ist die Vorstellung, dass gebaute Umwelt „Erinnerungsräume“ erzeugt, in denen sich für bestimmte Gruppen eine kollektive Identität konstituiert. In meinem Vortrag möchte ich der Frage nachgehen, was antike Gymnasien zu diesem Thema beitragen können.

 

Donnerstag, 6. Juli 2017, 18 Uhr c. t. 

Christoph Keller M.A., Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Vortragssaal des LVR-Landesmuseums Bonn, Colmantstr. 14-16

Cäsarius' Kloster. Heisterbach im Blick der Archäologie

 Das Zisterzienserkloster Heisterbach – im Siebengebirge bei Bonn gelegen – war die Heimat des Mönchs und Schriftstelles Cäsarius. Hier fanden zwischen 2009 und 2011 umfangreiche archäologische Untersuchungen statt. Der Vortrag stellt die Ergebnisse vor, die neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Klosters geben. 

 


28. September 2017, 18 Uhr c.t.

Dr. Manuela Mirschenz (Bonn)

Hörsaal des Akademischen Kunstmuseums Bonn, Am Hofgarten 21

 

Der Rhein als europäische Verkehrsachse

Kommentar folgt

 

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30.04.2009